Hallo, 
 

 

du sitzt in der U-Bahn, wirst von einem charmanten Unbekannten auf der Straße angesprochen oder isst gemütlich Pommes in Badekleidung am Strand. Du denkst es ist dein privater Moment – doch dabei könnten dich bald Millionen Menschen im Internet beobachten. Ohne, dass du es weißt

Denn jemand filmt dich. Oder dein*e Freund*in. Und vielleicht sogar dein Kind. Nicht mit dem Handy, sondern mit einer Brille. Und die sieht aus wie eine ganz normale Ray-Ban. Du bemerkst es nicht, denn Smart Glasses wirken wie gewöhnliche Brillen, haben aber Kamera und Mikrofon eingebaut. Allein in Deutschland tragen 41 Millionen Menschen eine Brille. Wer wird dich und deine Liebsten in Zukunft filmen? 

Smart Glasses verstoßen nach unserer Einschätzung gegen das Gesetz. Deswegen haben wir gestern Strafanzeige gegen die Chefs von Meta, Ray-Ban, Oakley sowie den Optik-Ketten Fielmann, Apollo-Optik, Mister Spex und MediaMarkt gestellt. Sie sollen für den Missbrauch haftbar gemacht werden. 
 

Aber das reicht nicht: Die Bundesjustizministerin und der Chef der Bundesnetzagentur müssen jetzt handeln. In unserer Petition fordern wir: Erst wenn Smart Glasses sicher sind, dürfen sie wieder verkauft werden. Dafür brauchen wir Dich: Je mehr Menschen unterschreiben, desto lauter ist unsere Forderung. Sei eine von 30.000 Stimmen für sichere Smart Glasses. 

 

 

In der Nacht zum Mittwoch handeln wir. Wir stellen Strafanzeige gegen die Geschäftsführungen von Meta, Ray-Ban und Oakley sowie gegen Händler von Smart Glasses in Deutschland. Ganz bewusst richten wir unsere Anzeige gegen die Geschäftsführungen und Vorstände der Unternehmen. Sie treffen die Entscheidungen, sie können in Deutschland deshalb persönlich haftbar gemacht werden. Und das ist nicht ohne: Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen Geld- oder Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren. 

Sieben Millionen Mal wurden die Smart Glasses von Meta und Ray-Ban weltweit schon verkauft. Denn Smart Glasses haben auch Vorteile: Menschen mit Seh- oder Höreinschränkungen unterstützen, bei der Navigation helfen, den Alltag einfacher machen. Smart Glasses sind die Zukunft. Wir glauben: Die Technologie selbst ist nicht das Problem, ihr Missbrauch ist es und dass sie aktuell primär dazu dient, Meta noch mehr Profit auf seinen Plattformen zu verschaffen. Seit Jahren häufen sich bei HateAid Fälle von bildbasierter digitaler Gewalt, bei denen vor allem Frauen gefilmt und sexualisiert dargestellt werden. 
 

Das geht so nicht. Smart Glasses müssen sicher vor Missbrauch sein, bevor sie auf den Markt kommen dürfen. Wir fordern: Safety by Design, damit Smart Glasses klar erkennbar sind. Klare Grenzen für Aufnahmen, damit heimliches Filmen nicht zum Alltag wird. Und Schutz für Betroffene, die nicht allein gelassen werden dürfen.  

Heimliches Filmen darf kein Feature sein.

 

Danke, dass du das mit uns angehst!

Dein HateAid Team

 

PS: Du denkst vielleicht: „Heimlich filmen ist doch sowieso verboten.“ Leider nicht so einfach. Das Filmen selbst ist nicht in jedem Fall automatisch strafbar. Bei Dashcams und Überwachungskameras gibt es deshalb technische und rechtliche Vorgaben. Für Smart Glasses fehlen solche klaren Leitplanken bislang. Das können wir gemeinsam ändern. Gib uns deine Unterschrift dafür

Folge uns auf

 

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