Hallo Community, 

 

wir bleiben dran, bis die Politik sich endlich bewegt. Im Juni haben wir vor den Toren des Bundestags eine Petition mit über 336.000 Unterschriften gegen männliche Gewalt übergeben. Außerdem haben uns der Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt und ein gefährlicher Trend des Missbrauchs von Smart Glasses beschäftigt. Und zuletzt: Wir sind stolz, dass HateAid jetzt Teil eines Nachschlagewerkes ist, was sich gegen Fake News und für eine bessere Debattenkultur einsetzt. 

Gemeinsam mit Collien Fernandes übergibt HateAid 10 Forderungen an die Bundesregierung 

 

Wir haben mit über 336.000 Unterschriften eine klare Botschaft an die Politik gesendet: Big Tech darf nicht länger von digitaler Gewalt gegen Frauen profitieren. Und wenn gewählte Politiker*innen weiter wegschauen und untätig bleiben, machen sie sich mitschuldig

Gemeinsam mit 250 Frauen aus Politik, Wirtschaft und Kultur gehören die Geschäftsführerinnen von HateAid, Anna-Lena von Hodenberg und Josephine Ballon, zu den Erstunterzeichnerinnen für einen Aufruf gegen männliche und digitale Gewalt. Auslöser für die Petition waren die Berichte von Collien Fernandes über ihre Gewalterfahrungen. 

Fast 90 % der Menschen in Deutschland fordern ein digitales Gewaltschutzgesetz und die Strafbarkeit nicht-einvernehmlicher Deepfakes. Wir wollen ein digitales Gewaltschutzgesetz, wirksame Betroffenenrechte und klare Pflichten für Plattformen.

Heimlich gefilmt mit Smart Glasses 

 

Heimliches Filmen und Veröffentlichen von Aufnahmen ohne Einwilligung ist ein zunehmendes Problem. Durch Smart Glasses und unauffällige Wearables werden Frauen z. B. in Saunen oder Schwimmbädern gefilmt. Betroffene erleben dabei Kontrollverlust, Scham und Angst.

Besonders betroffen sind wie so oft Frauen, LGBTQ+-Personen und Menschen mit Migrationshintergrund. Rechtlich bewegt sich leider aktuell vieles in einer Grauzone:  Zwar ist heimliches Filmen in Deutschland in bestimmten Fällen rechtswidrig. Es zieht aber in aller Regel keine strafrechtlichen Konsequenzen nach sich. Auch wenn wir politisch Fortschritte machen: Der Referentenentwurf zum Gesetz gegen digitale Gewalt bleibt lückenhaft. Zum Beispiel wirft er Fragen auf, wenn es darin heißt, Bildaufnahmen müssen in „sexuell bestimmter Weise“ angefertigt werden, damit sie strafbar sein können. 


Unser Rat, wenn du online heimlich gefilmte Aufnahmen von dir findest:
Sichere Beweise (Screenshots, Links, Nutzer*innenprofile), melde Inhalte bei Plattformen und prüfe, wenn du kannst, rechtliche Schritte. HateAid unterstützt dich mit Beratung und Informationen. 

Gar nichts machen, ist keine Lösung: Wir wollen altersgerechte Zugänge für Heranwachsende im Internet

 

Die Expertenkommission zum Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt hat in ihren Handlungsempfehlungen zwei Optionen vorgelegt: eine starre Altersgrenze von 13 Jahren oder gezielte Einschränkungen. 

Es fehlt der Mut, sich an wissenschaftlichen Empfehlungen, statt am Industriestandard zu orientieren. Kinder verbringen täglich 95 Minuten auf Plattformen mit Suchtmechanismen. Fast die Hälfte der unter 13-Jährigen ist trotz der Mindestaltergrenze auf TikTok aktiv.

Wir fordern deshalb Safety by Design: Kinder und Jugendliche brauchen private Profile als Standard, abgeschaltete Suchtfunktionen und die konsequente Durchsetzung der EU-Regeln. 

Praxis-Tipp

 

„Das wird man ja wohl nochmal sagen dürfen.“ Für unangenehme und schwierige Alltagssituationen, in denen dir bislang die Antworten fehlen, gibt es jetzt Abhilfe. Einfach widersprechen und argumentieren lernst du mit dem neuen Buch „Das stimmt so nicht!“: 

Es ist kompakt, alltagstauglich und kostet nur 1 €. Versammelt sind hier die besten Gegenargumente auf gängige Falschaussagen. Perfekt für den nächsten Familienbesuch! Denn wenn eine rassistische oder antisemitische Parole fällt, ist Schweigen keine Option

Klicktipps

 

Reinlesen

HateAid-Geschäftsführerin Josephine Ballon schreibt in einem Gastbeitrag im SPIEGEL über Strafbefehle wegen Politiker*innenbeleidigungen. Sie gelten oft als überzogen, der betreffende Paragraf steht in der Kritik. Doch er schützt die Demokratie.

Reinhören

Madame MoneyPenny spricht mit der Geschäftsführerin von Hate Aid, Anna-Lena von Hodenberg, über digitale Gewalt als Massenphänomen.

Reinschauen

Nadine Breaty, eine der bekanntesten Creatorinnen Deutschlands, spricht in der Talkshow „deep und deutlich“ über die dunkle Seite des Internets: KI-generierte Pornos und manipulierte Bilder von ihr verbreiten sich im Netz. 


Wir bleiben für dich dran! 
Dein HateAid-Team

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Impressum

 

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Greifswalder Straße 4
10405 Berlin
E-Mail: kontakt@hateaid.org
Website

Sitz der Gesellschaft: Berlin
Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg
Handelsregisternummer: HRB 203883 B
USt-IdNr.: DE322705305

Geschäftsführerinnen:
Anna-Lena von Hodenberg & Josephine Ballon

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