Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicke bitte hier.
|
|
Sie machen Deepfakes.
Wir machen Druck.
Sie war unübersehbar: eine dreieinhalb Meter hohe Justitia direkt vor dem Bundestag – so haben wir gestern unsere Deepfake-Petition an die Politik übergeben. Die entblößte Göttin der Gerechtigkeit steht für das, was viele Frauen täglich erleben: Sie finden sich plötzlich nackt im Internet wieder, obwohl sie die Bilder nie aufgenommen oder hochgeladen haben. Einmal online, lassen sich die Aufnahmen kaum noch entfernen.
Unsere Justitia verkörpert aber auch das, was fehlt: Gerechtigkeit. Dafür setzen wir uns weiter ein – mit Gesprächen, Interviews und Aktionen wie gestern. Doch das kostet Geld. Deshalb brauchen wir dich. Hilf uns den Druck zu erhöhen. Jetzt ist der Moment, echte Veränderung zu erreichen! |
|
Alle verdienen mit: Es sind nicht nur die Täter, die sexualisierte Deepfakes – oft von Frauen – gegen ihren Willen erstellen, hochladen und teilen. Die Liste derjenigen, die von Gesetzeslücken und der Entwürdigung von Betroffenen profitieren und damit Kasse machen, ist viel länger:
- KI-Tools erstellen die Bilder
- Suchmaschinen machen die Nacktfotos für Millionen sichtbar
- Hosting-Anbieter halten die Inhalte online
- App-Stores bieten Nudify-Apps an
- Zahlungsdienste ermöglichen den Kauf
|
|
Wir fordern: Schluss damit!
89 Prozent der Menschen in Deutschland sehen das laut einer neuen Civey-Umfrage genauso: Sie wollen, dass Konzerne nicht länger mit Nacktaufnahmen Geld verdienen können, die gegen den Willen der Betroffenen entstanden sind.
Mehr Zahlen aus der aktuellen repräsentativen Umfrage findest du in unserer Pressemitteilung. |
|
Wir setzen uns dafür ein, dass der Kommerz mit nicht-einvernehmlichen sexualisierten Bildern und Videos Schritt für Schritt ein Ende hat. Egal, ob die Bilder echt oder ein Deepfake sind. Doch damit wir gegen Konzerne mit vollen Lobbykassen ankommen können, brauchen wir deine Unterstützung. Deswegen bitten wir dich: Unterstütze uns mit einer Spende. |
|
Die Geschichte von Collien Fernandes zeigt, dass sich auch gesellschaftlich etwas ändern muss, wenn wir über digitale sexualisierte Gewalt sprechen.
Wir können noch so sachlich über Gesetzeslücken diskutieren – doch auf Plattformen wie X verharmlosen rechtspopulistische und frauenfeindliche Nutzende Gewalterfahrungen von Frauen und stellen ihre Glaubwürdigkeit infrage. Solche Lügen bleiben oft hängen – egal wie absurd sie sind.
Der Thinktank polisphere hat tausende Beiträge zu Colliens Vorwürfen gegen ihren Ex-Mann auf X analysiert und spricht von einem „Lehrstück neurechter Diskursverschiebung“. Welche Onlineportale dabei eine zentrale Rolle spielen und wie sie mit ihrer Berichterstattung den Boden bereiten, um Frauen wie Collien gezielt lächerlich zu machen, zeigt die Analyse. |
|
Klicktipps
Reinlesen
Weil Falschmeldungen sich im Netz wie ein Lauffeuer verbreiten: Legal Tribune Online berichtet über eine Entscheidung des BGH. Die BILD muss dafür sorgen, dass auch Kopien und Archivversionen des ursprünglichen Artikels aus dem Internet entfernt werden.
Das österreichische Bundeskanzleramt hat der Beratungsstelle gegen Hass im Netz ZARA die Förderungen gestrichen. Jetzt springen das Frauen- und Medienministerium für die kurzfristige Finanzierung ein. Doch das bringt keine Entwarnung. Eine Petition auf mein #aufstehn fordert mehr.
Reinhören
Bei der Missing-Link-Podcastnacht hat u. a. die Autorin Ingrid Brodnig über Gewalt an Frauen gesprochen. Außerdem geht es um die Frage, warum Frauen, die in der Öffentlichkeit stehen, immer noch so massiv angefeindet werden.
Reinschauen
Vor einer Woche hat das Bundesjustizministerium einen Gesetzentwurf gegen digitale Gewalt vorgelegt. Unsere Geschäftsführerin Josephine ordnet im Interview bei zdfheute ein, welche Strafbarkeitslücken damit nur teilweise geschlossen werden.
Was nach Pop aussieht, aber Propaganda ist: Eine Reportage von 3sat zeigt, wie Rechtsextreme TikTok, YouTube und Spotify mit KI-Songs fluten. Die Texte sind radikal, rassistisch, queerfeindlich – aber nicht immer auf den ersten Blick als solche erkennbar.
„Tributes”, so nennen Männer Videos im Netz, in denen sie auf Fotos von Frauen ejakulieren. Die Videos laden sie auf Pornoplattformen oder in Telegram-Gruppen hoch. Die STRG_F-Reporterinnen Kim Eckert und Mette Marit Olsson sprechen für ihre Reportage mit einem „Tributer”. |
|
Kaum ist unser Justitia-Stunt vor dem Bundestag geschafft, arbeiten wir schon an den nächsten Projekten. Vorher wollen wir aber innehalten und Danke sagen: Danke an alle, die unsere Deepfake-Petition unterschrieben und uns unterstützt haben. |
|
Viele Grüße dein HateAid-Team
PS: Apropos neue Projekte. Wir sind auf der re:publica! Unsere Geschäftsführerinnen Anna-Lena und Josephine sind u. a. am Dienstag, den 19. Mai, auf der Hauptbühne. Sie sprechen über das US-Einreiseverbot, was das für den Schutz unserer digitalen Souveränität bedeutet und was es jetzt braucht. |
|
Impressum
HateAid gGmbH Greifswalder Straße 4 10405 Berlin E-Mail: kontakt@hateaid.org Website
Sitz der Gesellschaft: Berlin Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg Handelsregisternummer: HRB
203883
B USt-IdNr.: DE322705305
Geschäftsführerinnen: Anna-Lena von Hodenberg & Josephine Ballon
|
Spenden
HateAid-Spendenkonto Kontoinhaber*in: HateAid gGmbH IBAN: DE04 4306 0967 1231 5982 03 BIC: GENODEM1GLS Bank: GLS Bank
Deine Spende kann steuerlich geltend gemacht werden. Für eine digitale Zuwendungsbestätigung schreibe deine E-Mail-Adresse und die vollständige Adresse in den Verwendungszweck.
Copyright © 2026 HateAid
|
|
Wenn du diese E-Mails nicht mehr empfangen möchtest, kannst du dich hier abmelden.
|
|
|